Bei Frost Vögel füttern

Bei Frost Vögel fütternSeit vielen Jahren werden Vögel von Naturschützern und Liebhabern gefüttert. Tierschutzverbände rufen besonders im Winter und bei Frost dazu auf, während einige Naturschützer sogar dafür plädieren, die Tiere ganzjährig zu füttern. Aufgrund fortschreitender Industrialisierung, Einbetonierung großer Flächen, Abholzen von Wäldern und dem rigorosen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln finden Vögel im Winter immer weniger Nahrung; zudem fehlt es bereits jetzt an Unterschlupf und Nistplätzen. Besonders in den kalten Wintermonaten müssen viele Tiere und Vögel ums Überleben kämpfen. Mittlerweile wird im Bereich der Umweltbildung viel getan, bedrohte Arten werden besser geschätzt sowie Schulen, Kinder und Jugendliche mit wertvollen Informationen versorgt. Wie wäre es also, gleich zu Hause mit einem winterlichen Futterhäuschen anzufangen?

Futterspender oder Futterplätze sollten idealerweise in katzensicher in Bäumen angebracht werden und vor Regen geschützt sein. Bei Schnee und Frost nehmen die Vögel gerne das Futterangebot an, denn wenn der Boden mehrere Tage gefroren bleibt, finden die Tiere kaum Futter. Futtersilos lassen durch Futter sozusagen „wartungsfrei“ nachlaufen. Futterhäuschen sollten einmal pro Woche mit Handschuhen und heißem Wasser gereinigt werden. Sie sollten eine Sitzstange oder glatte Fläche besitzen. Täglich sollte Futter nachgefüllt werden. Nicht vergessen, dass die Tiere ebenfalls Wasser benötigen; bei frostigen Temperaturen sollte dieses zumindest leicht lauwarm sein.

Sogenannte Weichfutterfressen (Amseln, Zaunkönige, Drosselns, Rotkehlchen) bevorzugen Haferflocken, Rosinen, Obst, Kleie und zerkleinerte Nüsse. Körnerfresser wie Finken, Goldammern und Sperlinge fressen ebenfalls Samenkörner wie Sonnenblumenkerne, Hanfsamen und Fett (vorzugsweise Kokosfett oder Rinderfett); Meisen ebenfalls. Meisenknödel lassen sich sehr leicht selbst herstellen und können sehr einfach in einem Apfelsinenbeutel an die Bäume gehängt werden. Salzige Nahrung und Brot sollten die Vögel nicht erhalten; unsachgemäße Fütterung kann schaden oder sogar töten.

Interessant ist es sicherlich, zu wissen, dass insbesondere Meisen durch die Kälte in einer einzigen Nacht bis zu 10 % ihres Körpergewichts verlieren können, um einen Temperaturausgleich zu schaffen.

Übrigens: Wasservögel nehmen in den Wintermonaten gerne Hühnerfutter, Kartoffel- oder Gemüsestücken und sogar Eicheln an. Raubvögel dagegen bevorzugen Fleisch.
 
 
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