Austriebsspritzung Obstbäume

Austriebsspritzung ObstbäumeObstbäume und die gesamte Ernte können schnell durch schädliche Insekten vernichtet werden. Eine ungiftige und natürliche Schutzmaßnahme ist Rapsöl, welches nicht nur Schildläuse und Schmierläuse, sondern auch Wollläuse, Spinnmilben und Blattläuse vernichtet. Selbst weiße Fliegen, Frostspanner, Pflaumenwickler, Kirschfruchtfliegen und Zikaden können mit Rapsöl beseitigt werden. Getötet werden hierdurch nicht nur die Insekten selbst, sondern auch ihre überwinterungsfähigen Eier und die Larven. Rapsölkonzentrate können im Fachhandel käuflich erworben werden; sie müssen häufig noch verdünnt werden; einige Produkte sind gebrauchsfähig in Sprühflaschen erhältlich. Auf jeden Fall sollten die Anwendungserklärungen sorgfältig gelesen werden. Wichtig ist ebenfalls das Besprühen der Pflanzenblätter auf der Oberseite und Unterseite. Bei Obstbäumen ist ferner darauf zu achten, dass frühestens drei Tage nach einer solchen Spritzung geerntet werden darf.

Rapsölspritzungen sollten nicht bei starkem Sonnenlicht durchgeführt werden, da die Blätter hierdurch Verbrennungen erleiden können. Es sollte ein trockener Tag mit milden Temperaturen und leichter Bewölkung gewählt werden. Steinplatten etc. sollten beim Besprühen abgedeckt werden. Die sogenannte Austriebsspritzung erfolgt in den Monaten Februar und März vor dem Austreiben der Bäume, sobald die ersten Triebspitzen sichtbar werden. Selbst überwinterte Insekten, Larven und Eier werden hiervon vernichtet. Gespritzt werden nicht nur Stachelbeeren, Johannisbeeren und andere Beerensträucher, sondern auch Steinobst und Kernobst. Stark befallende Äste werden vor der Spritzung immer entfernt. Den größten Erfolg zeigt das Mittel, wenn Stamm und Äste triefend nass gespritzt werden.

Krankheitserreger wie Monilia oder Schorf können durch diese Art der Spritzung allerdings nicht verhindert werden. Hobbygärtner sollten noch wissen, dass Rapsöl als Spritzmittel nicht bienengefährlich ist. Bei starkem Schädlingsbefall kann zusätzlich Rainfarntee oder Schachtelhalm gespritzt werden.

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