Ausgeizen der Tomatenpflanzen

Ausgeizen der TomatenpflanzenAusgeizen der TomatenpflanzenWussten Sie schon, dass Hobbygärtner, die ihre Tomatenpflanzen regelmäßig ausgeizen, viel höhere Ernteerträge erzielen? Zugegeben,
es macht ein wenig Arbeit, alle Tomatenpflanzen per Hand auszugeizen;
es lohnt sich jedoch. Tomatenpflanzen bilden von Natur aus viele Triebe,
auch unzählige Seitentriebe. Dies schwächt jedoch in gewisser Weise die
Pflanze, die nun zu den gebildeten Tomatenfrüchten auch noch diese
Seitentriebe ernähren muss. Sind zu viele Triebe vorhanden, wird die
Tomate lediglich kleine Früchte bilden. Dies wird durch das Ausgeizen
verhindert; die Pflanze konzentriert sich dann darauf, große Tomaten zu
bilden. Möglicherweise wird die Tomatenpflanze dann noch eine Stütze
benötigen.

Die jungen Triebe werden einfach und schnell mit den
Fingernägeln abgeknipst; Messer oder Schere sind hierfür nicht unbedingt
erforderlich. Versierte Gärtner bevorzugen jedoch ein spezielles
Veredelungsmesser oder zumindest eine scharfe Schere. Beim Ausgeizen
bleiben die Blätter erhalten, es werden lediglich die jungen Triebe
entfernt, die sich zwischen Hauptstamm und Blättern gebildet haben, also
an der sogenannten Blattachse. Manche Tomaten sind sehr verzweigt,
sodass diese Arbeit einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Wahrscheinlich
wird die Pflanzen nach einigen Tagen bzw. Wochen weitere neue Triebe
bilden, die dann ebenfalls wieder entfernt werden sollten.

Übrigens:
Profigärtner setzen diese ausgegeizten Triebe als Tomatenstecklinge in
die Erde, um neue Tomatenpflanzen zu ziehen. Wer dies nicht möchte,
benutzt die Pflanzenteile als erstklassigen Dünger und Abwehrmittel
gegen Gemüsefliegen.
© Karina Baumgart – adobe.stock.com

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