Bart-Iris richtig teilen

Bart-Iris richtig teilen

Die genaue Herkunft der Bart-Iris Iris x germanica, auch Deutsche Schwertlilie, ist unbekannt. Vermutlich ist sie durch Bastardieung verschiedener Iris-Arten im östlichen Mittelmeerraum entstanden. Dort, im Mittelmeergebiet, bildet sie fruchtbare Samen, bei uns ist sie dagegen steril und lässt sich vegetativ vermehren, indem man ihr Rhizom teilt.
Das Rhizom der Bart-Iris ist dick und stark verzweigt. Bereits kurz nach der Blüte bilden sich am Rhizom neue, feine Wurzeln, die für das weitere Gedeihen der Pflanze sehr wichtig sind. Damit sie nicht abbrechen oder beschädigt werden, muss man die Schwertlilien sehr vorsichtig ausgraben und von anhaftender Erde durch Schütteln und Abklopfen befreien. Mit einem scharfen Messer teilt man nun das Rhizom und zwar so, dass immer ein oder zwei der jungen Seitentriebe des Rhizoms mit einem alten Rhizomstück verbunden blieben. Obwohl sich nur aus den jungen, neuen Rhizomteilen wieder neue, kräftige Schwertlilien bilden können. Um Pilzinfektionen zu vermeiden, sollte man die Wundflächen mit etwas Holzkohlepulver desinfizieren. Nun setzt man die Rhizome horizontal und flach in den Boden und bedeckt sie mit einer dünnen Schicht frischer Erde, so dass
der obere Rhizomteil muss noch sichtbar bleiben.
Am besten wählt man einen sonnigen und trockenen Standort. Iris wachsen auch auf kargem, nährstoffarmem Boden, nur Staunässe vertragen Bart-Iris gar nicht. Die Iris germanica-Hybriden kommen praktisch das ganze Jahr ohne Düngergaben und Gießen aus. Werden die Pflanzen zu sehr gedüngt, dann kann das Rhizom faulen. Die Bart-Iris lässt sich gut mit anderen trockenpflanzen wie Ziergräsern, Taglilien oder Wolfsmilchgewächsen kombinieren.
 
© LianeM – adobe.stock.com

 


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