Bauernregeln mit Bezug auf Sternzeichen und Mondphasen

Bauernregeln mit Bezug auf Sternzeichen und Mondphasen

Bauernregeln, die langfristige Wetterprognosen wie Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im März er sein Gesicht lassen sich statistisch gesehen genauso häufig bestätigen wie widerlegen. Dagegen haben Bauernregeln, die auf der genauen Beobachtung von Tieren und Pflanzen basieren, eine erstaunlich hohe Trefferquote.

Dass man Kartoffeln erst im Sternzeichen der Fische setzen soll, ist eigentlich trivial, da sie sonst erfrieren würden. Interessant wird es, wenn darüber hinaus Bezug auf den Mondeinfluss genommen wird. So sollen z.B. die Kartoffeln im Zeichen der Fische nur bei abnehmendem Mond gesetzt werden. Denn bei zunehmendem Mond gepflanzt, bilden sie nur hohe Stauden, aber kleine Früchte. Und die Kartoffeln würden keine Schale bilden, sondern viele Auswüchse. Geerntet werden sollen die Kartoffeln dagegen im Sternzeichen der Waage und zwar bei abnehmendem Mond.

Die Sonne geht nur einmal im Jahr durch jedes der zwölf Sternbilder.  Der Mond dagegen durchläuft dreizehnmal im Jahr jedes Tierzeichen. Daraus ergibt sich eine Vielzahl von Sonne-/Mond- und Sternzeichen-Konstellationen. Das spiegelt sich nicht nur in vielen Bauernregeln wieder, auch die Biologisch-Dynamische Landwirtschaft nimmt Bezug auf den Mondeinfluss von Aussaat, Wachstum und Ernte der Pflanzen. Folgerichtig hat man im Institut  für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise in Darmstadt in jahrelangen Versuchsreihen den Zusammenhang zwischen Mondkonstellation und Pflanzenwachstum untersucht und kommt zu folgendem Schluss: „Die Ergebnisse, die auch quantitativ ausgewertet wurden, ergaben statistisch hoch evidente Unterschiede der Erträgnisse verschiedener Kulturpflanzen bei Aussaat und Pflege bei unterschiedlichen Mondstellungen“ (THUN,M. & H.HEINZE: Anbauversuche über Zusammenhänge zwischen Mondstellungen im Tierkreis und Kulturpflanzen mit statistischer Prüfung der Ergebnisse.- Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise (Darmstadt), 2 Bde.- zitiert in: KOSTENZER,H. & O. (2006): Alte Bauernweisheit (Rosenheim).


Anweisungen zum Säen und Ernten von Gemüse

Getreide soll im Sternzeichen der Waage bei Vollmond ausgesät werden. Geerntet werden und eingelagert werden soll das Getreide dagegen bei abnehmendem Mond, da es sonst wieder zu schnell keimt.

Salat soll im Sternzeichen Waage bei abnehmenden Mond ausgesät werden. Bei Aussaat unter zunehmendem Mond würde der Salat ins Kraut schießen und keine Köpfe bilden.

Saubohnen werden im Sternzeichen Krebs bei abnehmendem Mond in die Erde gesteckt.

Weißkohl soll bei abnehmendem Mond unter dem Sternzeichen Waage ausgesät werden. Zu Sauerkraut wird es dann geschnitten und in Fässer eingelagert unter  dem Zeichen des Steinbocks bei abnehmendem Mond.

Zwiebeln sollen bei Vollmond im Sternzeichen Vollmond gesetzt werden, dann bleiben die Schalen hart und faulen nicht.

Nicht ganz ernst zu nehmen, ist wohl eine Anweisung, die sich auf das Aussäen von Rettich  bei abnehmendem Mond bezieht.  So soll der Bauer, wenn er auf eine reiche Rettichernte Wert legt, seine Magd anweisen, beim Säen einen breitkrempigen Hut zu tragen und leise vor sich hin zu murmeln: „ I will koan, i brauch koan.“

Anweisungen zum Düngen der Felder

Die Felder soll mein bei Vollmond jauchen, bei abnehmendem Mond  könnte die Grasnarbe verbrennen
Im Sternzeichen der Waage soll man bei abnehmendem Mond düngen. Dann wird der Mist schnell vom Boden absorbiert, bei zunehmendem Mond gedüngt, würde das viel länger dauern.

Anweisungen zum Halten und Schlachten der Haustiere

Kühe sollen im Herbst bei zunehmendem Mond ein letztes Mal auf die weide getrieben werden. Dann geben sie den ganzen Winter hindurch viel Milch.

Kälber sollen bei Vollmond entwöhnt werden, aber nicht im Sternzeichen von Krebs oder Skorpion.

Hennen sollen so zum Brüten angeregt werden, dass  die Küken bei  Vollmond schlüpfen. Eine Regel, die nicht ganz einfach umzusetzen sein dürfte.

Hühnereier sollen im Zeichen des Steinbocks in Kalkwasser eingelegt werden.

Speck soll im Zeichen des Steinbocks bei abnehmendem Mond in den Rauchfang gehängt werden. Dann härtet er gut aus.

Damit die Wunden gut ausheilen, sollen Ferkel nur bei abnehmendem Mond verschnitten werden.

Anweisungen zum Schlagen und Verarbeiten von Holz

Schlägt man Holz im Zeichen des Steinbocks und zwar in der Zeit nach Vollmond, wenn der Mond bereits seit drei Tagen wieder abnimmt. Dann bleibt das Holz vom Holzwurm verschont.

Holzdielen sollen unter dem Sternezichen Steinbock bei abnehmendem Mond verlegt werden, dann bekommen sie keine Risse und Spalten.

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