Wildtriebe an Rosen unter der Veredlungsstelle entfernen

Wildtriebe an Rosen unter der Veredlungsstelle entfernenSchöne
Rosen stellen einen ganz besonders exklusiven Blickfang in jedem Garten
dar, verlangen jedoch auch eine ganz besondere Pflegezuwendung. Bei
veredelten Rosen wird eine schöne Rosenblüte auf eine kräftige,
widerstandsfähige Unterlagen gebracht; ein Verfahren, das auch bei
Obstbäumen angewandt wird. Man nennt es „Veredeln“. Mittels eines
T-förmigen Schnittes wird die Auflage auf die Unterlage (Wildrose)
gebracht und verwachsen lassen. Es bleibt eine kleine Verdickung zurück,
die Veredelungsstelle; sie ist etwas empfindlicher als der Rest der
Rosenpflanze und reagiert u. a. auf Frost. Man achte darauf, diese
Stelle möglichst nicht zu beschädigen, den sonst verliert die Pflanze
Saft. Triebe, die an der Unterlage selbstständig austreiben, werden als
Wildtriebe bezeichnet; sie sollten entfernt werden, um die Pflanze nicht
zu schwächen und nicht die Blühfähigkeit zu reduzieren.

Generell
werden alle Triebe, die unter der Verdelungsstelle (Verdickung)
entstehen, entfernt. Man erkennt diese wild wachsenden Triebe ebenfalls
daran, dass die relativ dünn sind und schnell wachsen. Trieb wie auch
Blätter sind heller als der Rest der Rose. Lässt man diese Wildtriebe
stehen, werden hier Wildrosen austreiben.

Diese Wildtriebe
werden nicht über dem Boden abgeschnitten, da sie dann neu und verstärkt
austreiben. Man entfernt sie vorsichtig mit einer Schere oder einem
scharfen Messer, wobei die Veredelungsstelle nicht verletzt werden darf.
Rosenkenner schwören darauf, solche Wildtriebe nicht zu schneiden,
sondern mit der Hand abzureißen, um auch gleich den gesamten Ansatz
mitzuentfernen. Auf diese Weise bleiben keine Wildknospen bestehen.
Wildtriebe werden immer nach unten abgerissen, am besten solange die
Triebe noch klein und weich sind. Kerbt man unter dem Ansatz ein Messer
waagrecht ein, so wird die Rinde bis hier entfernt, ohne größere Wunden
an der Rose zu verursachen.

schere


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