Stecklingsvermehrung: jetzt im lockeren Substrat bewurzeln

Stecklingsvermehrung: jetzt im lockeren Substrat bewurzelnStecklingsvermehrung,
auch vegetative Vermehrung genannt, bedeutet, dass ein Pflanzenteil von
der „Mutterpflanze“ abgenommen und in Erde eingesetzt wird. Auf diese
Weise erhält man in kurzer Zeit eine neue, blühfähige Pflanze. Sollten
Stecklinge von Topfpflanzen genommen werden, sollten diese idealerweise
fünf bis zehn Zentimeter lang sein und drei oder vier Blätter besitzen.
Mehr Blätter sind ungünstig, da ansonsten zu viel Wasser durch
Verdunstung verloren geht. Ideal sind halbverholzte einjährige Triebe
oder junge Triebe. Bei großen Pflanzen dürfen es bis zu 30 oder 40 cm
sein. Man desinfiziere ein scharfes Messer mit etwas Alkohol und
schneide den gewünschten Steckling in einem Abstand von einem Zentimeter
unter einem Blattknoten ab. Die unteren Blätter dürfen entfernt werden,
denn an dieser Stelle werden sich die Wurzeln bilden. Auf diese Weise
gewonnene Stecklinge werden sodann zum Bewurzeln in lockeres,
nährstoffarmes Substrat gesteckt. Spezielles Substratmischungen sind
käuflich erhältlich; man kann jedoch auch einfach einem
Erde-Sand-Gemisch arbeiten, welches jedoch keinen hohen Gehalt an
Düngersalz aufweisen sollte. Im Anschluss an das Einsetzen des
Stecklings muss das Substrat feucht, jedoch niemals nass gehalten
werden.

Vermehren durch Stecklinge ist ein einfaches,
erfolgreiches und schnelles Verfahren, um Pflanzen zu vermehren.
Benötigt wird außer dem Messer lediglich ein Blumentopf. Der Stecklinge
sollte warm stehen bei einer Temperatur von etwa 20 bis 25 Grad. Durch
Überstülpen einer Plastiktüte kann die Luftfeuchtigkeit erhöht werden,
um ein Gewächshaus zu ersetzen. Des Weiteren wird ein Wassersprüher
benötigt.

Einige Stecklinge stellen Hobbygärtner auf wahre
Geduldsproben, wenn sie monatelang nicht keimen wollen. Entsorgen sollte
man Stecklinge jedoch erst, wenn sie vollkommen vertrocknet sind.
 
© andrea lehmkuhl – adobe.stock.com

 


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