Stachelbeeren spritzen gegen Mehltau

Stachelbeeren spritzen gegen Mehltau

Hobbygärtner wissen ein Lied davon zu singen: Der berüchtigte Mehltau, der immer wieder Pflanzen befällt und schnell um sich greift. Wo die Fruchtsträucher eben noch in wunderbarer Blüte standen und eine unglaubliche Menge von Früchten angesetzt haben, tritt plötzlich Mehltau in Erscheinung und zerstört innerhalb weniger Tage die gesamte Ernte. Blätter und Früchte sind dann von einem weißen, mehligen Schleier überzogen, die Früchte verkümmern und sterben ab; die gesamte Pflanze kann in kurzer Zeit zerstört werden. Ein radikaler Rückschnitt wird erforderlich, bei dem alle betroffenen Pflanzenteile rigoros entfernt und in der Mülltonne entsorgt werden müssen. Experten raten, betroffene Pflanzenteile nicht zu verbrennen und auf gar keinen Fall auf den Kompost zu geben.

Insgesamt sind mehr als hunderte Mehltau-Arten bekannt, sie über 7000 Pflanzenarten befallen können. Als besonders anfällig gelten Apfel, Pfirsich, Aprikose, Rosen, Wein, Gurken und Stachelbeeren. Es beginnt mit kleinen weißen Punkten, die schließlich einen weißlichen Belag bilden, auf Früchten sowie Blattoberseiten und Unterseiten. Befallenes Gewebe wird braun, roll sich ein und stirbt dann schließlich ab. Sporen sind überwinterungsfähig, verbreiten sich ebenfalls durch Insekten und Wind. Vergünstigt wird eine Verbreitung zudem durch trockenes oder schwüles Wetter sowie Temperaturunterschiede.

Mehltau ist empfindlich gegen Schwefel und kann damit behandelt werden. Des Weiteren hilft eine kräftige Abspritzung (tropfnass) mit Schachtelhalmbrühe und das Vermeiden von Stickstoffdünger. Unkräuter sind regelmäßig zu entfernen, denn auch sie helfen bei der Verbreitung von Mehltau. Als abwehrende Pflanzen sind Knoblauch und Basilikum bekannt, die zwischen die Stachelbeerreihen gepflanz werden sollten.

Gespritzt werden darf ferner mit Lecithin-Öl, Beifußbrühe und Rainfarnbrühe. Auch Algenextrakte und die Gabe von Gesteinmehl hilft bei der Bekämpfung des echten Mehltaus. Gartenkenner schwören übrigens auch auf folgendes „Hausmittel“: Fünf Päckchen Backpulver (Natron) werden mit 50 ml Rapsöl und fünf Liter warmem Wasser sowie einigen Spritzern Geschirrspülmittel vermischt und sofort aufgesprüht. Diese Prozedur sollte zwei Wochen lang täglich durchgeführt werden. Bio-Mittel gegen Mehltau sollten Kieselsäure, Anis, Fenchel oder Milchsäurebakterien enthalten. Einige Stachelbeersorten wie u.a. Hinnonmäki, Reverta, Rolonda und Rexrot sind.

 
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