Kompost durchsieben, verteilen und einarbeiten

Kompost durchsieben, verteilen und einarbeitenZu jeden Garten gehört ein Kompost. Hierauf sollten organische Küchenabfälle wie Gemüserest, Filter, Eierschalen, zudem Grasschnitt, Baumschnitt, Federn, Schalen, Stroh, Heckenschnitt, Tiermist, Sägemehl, Laub, Kräuterreste und etwas Papier gegeben werden. Nicht auf den Kompost gehören Zigarettenfilter, buntes Papier, Speisereste, Kunststoffe, Gummi, Fleischreste, Chemikalien oder Unkräuter. Kompostsysteme sind käuflich erhältlich, u.a. als geschlossene Kompostsilos, Themokomposter oder Tonnen. Versierte Gärtner bauen ihren Kompost jedoch selbst zusammen, aus Holzpaletten, Drahtgitter oder belassen ihn einfach als Komposthaufen. Ein Kompost benötigt feuchte Wärme und sollte deshalb im windgeschützt im Halbschatten seinen Standplatz haben; der Untergrund darf nicht versiegelt sein. Einmal jährlich wird der Kompost umgesetzt: Bislang nicht verrottetes Kompostmaterial kommt nun nach unten und wird mit erdigem Material bedeckt. Idealerweise stehen zwei Komposte zur Verfügung, um diese Arbeit zu erleichtern. Reife Komposterde ist fein krümelig; man wirft den Kompost vor der Benutzung durch ein Kompostgitter.

Sodann kann der fertige Kompost ausgebracht werden. Als Faustregel gilt eine Menge von rund drei Kilo Komposterde auf einen Quadratmeter Gartenfläche. Starkzehrer dürfen sogar vier bis fünf Kilo erhalten. Pflanzlöcher dürfen mit Kompost gefüllt werden, ebenfalls Saatrillen, Baumscheiben, Sträucherwurzeln, Blumenkübel, Balkonkästen, Rosenbeete, Erdbeerreihen und natürlich auch das Frühbeet. Der halbreife Kompost kann im Herbst beim Graben direkt auf die Beete ausgebracht werden und mittels eines Grubbers leicht eingearbeitet werden. So können während der Winterzeit alle Nährstoffe bereits in den Boden eingehen, sodass im Frühjahr dann lediglich noch einmal mit dem Grubber und dem Rechen nachgearbeitet werden muss.

Je kleiner das Kompostmaterial zerschnitten wird, desto schneller verrottet ist. Zusätzlich kann Steinmehl auf den Kompost gestreut werden, der dem Vernässen entgegenwirkt. Normalerweise dauert der Verrottungsprozeß sechs bis zwölf Monate; es entstehen übrigens Temperaturen von bis zu 50 Grad.

Wer die Komstpostreife beurteilen möchte, macht einfach einen Kressetest: Ein Pflanztöpfchen wird mit Komposterde gefüllt und Kressesamen eingesät. Wenn diese innerhalb sieben Tagen keimt, ist der Kompost „reif“ und kann benutzt werden.
 
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