Japanischer-Garten

Japanischer-GartenJapanische Gärten,
zeitlos schön und ein einziger Inbegriff von Minimalismus, präsentieren
sich wie perfekte Landschaftsgemälde, so harmonisch, das es nichts zu
verändern gibt. Häufig recht kostspielige Wasserflächen zwischen
sauberen geharkten, blütenweißen Kiesflächen, stilgerechten Laternen und
Teehäuschen überdauern Jahrzehnte in ihrer Eleganz.

Ishi wo
tatsu, übersetzt „Steine aufstellen“; gemeint ist, einen japanischen
Garten anzulegen. Mehr Form als Farbe zieht magisch das Auge des
Betrachters auf sich. Nur wenige Bäume und Blumen zieren das Werk:
Kirsche, Pflaume, Ahorn oder Kiefer, Bambus und Bonsai, möglicherweise
auf wenige Kamelien oder eine einzelne Lotuspflanze an einem Ehrenplatz.
Hobbygärtner, die selbst einen Japangarten anlegen möchten, sollten
bereits über gärtnerisches Wissen verfügen. Auch eine gehörige Portion
an Vorstellungskraft und Fantasie wird bei der Gestaltung nötig werden.
Perspektiven sind bei der Anordnung von Steinen, Bäumen und Wasser
unbedingt nötig, ebenso Geduld. Für japanische Gärten werden langsam
wachsende Pflanzen gewählt, die dennoch immer wieder exakt beschnitten
werden müssen, damit nichts die Symmetrie und Strenge stören kann.
Ansonsten ist die Pflege eines japanischen Gartens jedoch problemlos und
kaum zeitaufwändig. Japanische Gärten, auch Zengärten genannt, sind oft
bei buddhistischen Tempelanlagen und Shinto-Schreinen zu finden, wie
auch im Privatbesitz. Koi-Teiche bilden häufig den Parkmittelpunkt.
Regelmäßig wird man in der Nähe eine Bank oder eine andere
Sitzgelegenheit finden:  Niederlassen, betrachten und auf sich wirken
lassen oder meditieren.

Die ersten dieser Zen-Gärten entstanden
um das Jahr Null, unter anderem zu sehen in Kyoto. Im Laufe der Jahre
wurden verschiedene Stilrichtungen unterlaufen, von der Heian und
Kamakura-Zeit bis in die Muromachi-Zeit. Auch Deutschland bietet
Dutzende von wunderschönen Japan- und Zengärten, welche jederzeit für
die Öffentlichkeit zugänglich sind.


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