Frostschäden vermeiden

Es mag auf den ersten Blick unwahrscheinlich erscheinen, aber auch die Sonne kann im Winter Fortschäden anrichten. Wenn z.B. die Mittagssonne auf die nach Süden weisende Seite eines Obstbaumes scheint, dann können die Temperaturen auf der dieser Oberfläche um 10, manchmal sogar bis zu 20oC höher liegen als auf der Nordseite des Stammes. Dadurch beginnt der der Saft in den Leitgeweben auf der Südseite eher zu fließen als auf der immer noch kalten Nordseite. Damit ist auch der Wassergehalt auf der Südseite unter der Rinde höher, und wenn es dann nachts wieder der Frost einsetzt, werden diese Partien der Baumrinde zerstört. Im Frühjahr löst sich dann diese abgestorbende Rinde vom Baum ab. Auf ähnliche Weise entstehen durch die Temperaturunterschiede zwischen Süd- und Nordseite Spannungen im Holz. Das kann sogar so weit gehen, dass es dann den ganzen Stamm zerreißt. Oder es entstehen zumindest Risse in Rinde und Holz. Und die sind eine leichte Eingangspforte für Pflanzenschädlinge, Pilzbefall und Krankheitskeime aller Art. Besonders gefährdet sind im Winter die noch dünnen, jungen Stämme. Deshalb sollte man sie mit einer Hülle vor den Sonnenstrahlen schützen, z.B. durch eine Matte aus Schilfrohe, die man um den Stamm legt und mit einem Draht zusammen bindet.


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