Einmal Borretsch – immer Borretsch

Einmal Borretsch – immer Borretsch

Wer einmal Borretsch im seinem Kräutergarten Borretsch ausgesät und bis zur Ernte kultiviert hat, kennt das Problem: An den unmöglichsten Stellen im Garten taucht er wieder auf – mitten im Steingarten, halb versteckt im Staudenbeet oder gar in den Uferzone des Gartenteichs. Er schafft es offensichtlich immer wieder, sich selbst auszusäen. Selbst den Winter überlebt der Samen wenigstens teilweise im Boden und mit den ersten warmen Frühlingsarten recken sich dann auch schon wieder die ersten Jungpflanzen aus dem Boden. Und selbst wenn man im nächsten Jahr seinem geliebten Gurkenkraut abschwört und auf die leuchtend blauen Blüten des Borretschkrautes verzichten will, er kommt immer wieder. In dieser Hartnäckigkeit wird er wohl nur noch von Löwenzahn, Kratzdisteln oder Giersch übertroffen. Und so mutiert der Borretsch allmählich zum Unkraut. Als Trost seit versichert, dass auch schon die jungen, zarten Blättchen des Borretsch viel Vitamin-C und wertvolle Mineralien enthalten. Man kann mit Borretsch-Blättern dem grünen Salat eine frische Note geben. Oder als Heilpflanzen nutzen und aus den Blättern einen Tee zur Linderung von Husten und Heiserkeit aufgießen. Nur übertreiben sollte man es nicht, dann Borretsch enthält einige Alkaloide, die auf Dauer der Gesundheit abträglich sein könnten. Borretsch muss man allerdings immer sofort verarbeiten, denn beim Einfrieren oder trocknen gehen die Wirkstoffe rasch verloren. Und wenn man den Borretsch rechtzeitig ausreißt, bevor sich in den Blüten die ersten Samen bilden, wird der Borretsch auch irgendwann wieder von selbst aus dem Garten verschwinden.
 
© Joachim – adobe.stock.com

 


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