Blattlausepidemie nach starken Sommerregen

Blattlausepidemie nach starken SommerregenNach einem längeren, warmen Sommerregen können Blattlauskolonien epidemieartig anwachsen. Dann sieht man die meist hell grünen oder schwarzen Tierchen überall an den Blättern, auf den Blütenknopsen und an den neuen Trieben dicht gedrängt sitzen. Doch Blattlaus ist nicht gleich Blattlaus. Wie ein Blick in das Pflanzenschutzlexikon  ahnen lässt: es gibt für fast jede Pflanzengattung eine eigene, wirtsspezifische Blattlausart. Glücklicherweise braucht man nicht für jede Blattlausart eigene Methoden und Mittel zur Bekämpfung. Es gibt gute, umweltverträgliche Mittel mit einer Breitbandwirkung, die für die Anwendung an Zierpflanzen oder an Obst, Gemüse und anderen Nutzpflanzen entwickelt worden sind.

Die meisten Blattlausarten stechen die Leitbahnen ihrer Wirtspflanze an und saugen in großen Mengen Pflanzensäfte aus. Damit entziehen sie der Pflanze Nährstoffe und Wasser. Befallene Pflanzenteile welken und sterben ab. Jede Blattlausart kann dabei ganz spezifische Symptome und Schäden bewirken. Es kann zu Deformationen an den Blätter kommen, sodass sich die Blätter kräuseln, oder es es werden kleinen Gallbildungen sichtbar. Kleine Blattlausarten saugen oft nur an einzelnen Zellen, die dann absterben. Dann bilden sich kleine braune Flecken auf den Blättern. Oder es kommt zu Triebstauchungen.

Die Pflanzensäfte enthalten relativ viel Zucker. Die überschüssige, stark zuckerhaltige Flüssigkeit wird von den Blattläusen wieder als Honigtau ausgeschieden. Das zieht vor allem die Gartenameisen magisch an. Oft unterhält jedes Ameisenvolk seine eigene Blattlauskolonie. Sie unterstützen „ihre“ Blattläuse, indem sie wie das Vieh zu den Weiden tragen und sie regelrecht melken. Oft erkennt man einen Blattlausbefall zuerst am emsigen Trieben der Ameisen rund um die Blattlauskolonie.

Der überschüssige Honigtau tropft auf Blätter oder auch irgendwelche Flächen, die direkt unter der Pflanze liegen. Solche Stellen werden bald darauf von Rußtauplizen besiedelt, die mit ihren Sporenkolonie hässliche braunschwarze Flecken bilden. Durch den dicken, schwarzen Belag kann weniger Licht bis zu den chlorophyllhaltige Blattzellen vordringen und die Photosyntheseleistung sinkt drastisch, sodass diese Pflanzenteile schließlich absterben.

Erschwerend kommt hinzu dass viele Blattlausarten im Jahresverlauf einen Wirtswechsel durchführen. Primäre Wirtspflanzen sind in der Regel Nutzpflanzen wie Obst, Gemüse und Zierpflanzen, während vor allem einheimische Wildpflanzen, vor allem Gräser und Krautpflanzen, aber auch Sträucher als Sekundärwirte dienen. Außerdem wechseln ungeflügelte Generationen, deren Weibchen massenweise Nachkommen erzeugen, mit geflügelten Generationen aus Männchen und Weibchen ab.

Auch für für Blattlausbefall gilt, Vorbeugen ist die erfolgreichste Strategie. So können Blattläuse bestimmen Pflanzenkombinationen gar nicht ausstehen. Bekannt dürfte sein, dass man zwischen Rosenpflanzen Lavendelsträucher pflanzen sollte, um die Rosenblattlaus fern zu halten. Blattläuse haben aber auch viele Fressfeinde. Dazu gehören Ohrkneifer, Florfliegen und Marienkäfer. Diese Nützlinge gilt es zu fördern und im Garten auf Dauer ansiedeln, z.B. indem ein Insektenhotel aufstellt.

Wenn sich die Blattläuse im Sommer im feucht-warmen Klima explosionsartig vermehren, dann lässt sich die Blattlausepidemie oft nur noch durch ein geeignetes Pflanzenschutzmittel eindämmen: Bei Blattlausbefall an Zierpflanzen kann man dagegen Celaflor® Schädlingsfrei Careo® anwenden. Bei Befall von Nutzpflanzen wie Obst und Gemüse empfiehlt sich die Anwendung von Celaflor® Naturen® Schädlingsfrei Obst & Gemüse oder Celaflor® Naturen® Schädlingsfrei Obst & Gemüse Konzentrat. Diese Mittel wirken vollsystemisch und haben eine schnelle Breitbandwirkung gegen Blattläuse und andere saugende und beißende Pflanzenschädlinge. Zu beachten bei der Anwendung ist, dass nur die Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, die für bestimmte Kulturen wie Obst, Blatt- und Wurzelgemüse oder Zierpflanzen zugelassen sind. Außerdem müssen Wartezeiten zwischen der letzten Anwendung des Pflanzenschutzmittel und der Ernte eingehalten werden.

Geflügelte Blattläuse lassen sich mit Naturen® Gelbtafeln oder Gelbsteckern anlocken und unschädlich machen.

Der Aufbau einer Blattlauspopulation lässt sich rechtzeitig im Frühjahr durch eine Austriebsspritzung mit Naturen® Austriebsspritzmittel unterbinden; es wirkt auf der Basis von Rapsmittel und ist für Bienen ungefährlich.

Foto: Radeldudel, Creative Commons Attr.-Saher Alike 2.5 Germany


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