Bauernregeln, die sich auf Wachstum, Blüte und Ernte von Bäumen beziehen

Bauernregeln, die sich auf Wachstum, Blüte und Ernte von Bäumen  beziehen

Januar
An Fabian und Sebastian (20.1.), fangen Baum und Tag zu wachsen an. Oder: Wenn St.Agnes (21.1.) gekommen, wird neuer Saft im Baum vernommen. Beide Aussagen basieren rein auf der Beobachtung der Bäume, ohne dass daraus irgendwelche Wetterprognosen für spätere Jahreszeiten abgeleitet werden. Sie sind daher in sich logisch und meistens treffen sei zu, denn die Tage werden länger und damit erwachen auch die Bäume zu neuem Leben.

Februar
St.Mattheus (24.2.) hab ich lieb, denn er gibt dem Baum den Trieb. Aber: Im Februar zuviel Sonne am Baum, lässt dem Obst keinen Raum. Das stimmt. Bekommt der Baum viel Sonne, Licht und Wärme ab, dann entwickeln sich besonders viele Triebe und damit später auch ein reiches Blattwerk, welches die Äste so stark abschattet, dass dem Obst nicht genug Raum zum Reifen bleibt. Da hilft nur radikales Auslichten der Baumkrone und zwar im Januar, bevor der Baum wieder austreibt.
April
Am 15.April der Kuckuck singen soll, und müsste er singen aus einem Baum, der hohl. Der Ärmste, wenn er schon seine Eier fremden Vogeleltern unterschieben muss und kein eigenes Nest bauen darf, dann muss er doch wenigstens selbst einen Unterschlupf finden. Und was wäre dazu besser geeignet, als ein morscher Baum, der innen bereits hohl ist, oder eine verlassene Spechthöhle.

Grünen die Eichen vor dem Mai, zeigt's, dass der Sommer fruchtbar sei.

Viel Blumen im April, wenig Kirschen danach.

Mondhelle Nächte im April, schaden der Baumblüte viel.

Mai
Steigt der Saft in die Bäume, erwachen die Frühlingsträume.

Wenn im Mai die Eichen schön blühen, so kann man auf ein fettes Jahr hoffen.

Blüht der Flieder schnell oder langsam, geht's ebenso mit der Ernte.

Juni
Regnet's auf Johannistag (24.Juni), ist's der Haselnüsse Plag. Oder ähnlich: Tritt auf Johannis Regen ein, so wird der Nusswachs nicht gedeih'n.

Juli
Die erste Birn' bringt Margaret, darauf überall die Ernte angeht.



August
Der August muss Hitze haben, sonst Obstbaumsegen wird begraben.Ist es im August zu kühl und regnerisch, dann breiten sich Pilzkrankheiten wie der Echte Mehltau und Rostpilze aus, oder die Kirschen platzen auf und verfaulen. - Auf eine schlechte Obsternte bei regen im August, spielt auch der nächste Spruch an:  Je dichter der Regen im August, je dünner der Most.

Ein Regen im August ist für den Wald Erquickungslust. Auch das ist verständlich, denn auf nassem Holz hat der Buchdrucker. Ein  arger Baumschädling,  keine Chance sich im Forst auszubreiten.  Deshalb wurde auch das Sturmholz, das, nachdem der Orkan Lothar in Süddeutschland ganze Wälder in wenigen Sekunden niedergestreckt hatte, bis zur Abfuhr zwischengelagert werden musste, ständig künstlich mit Wasser berieselt.

September
Wenn der September noch donnern kann, dann setzen die Bäume viel Blüten an.

Gibt es viele Eicheln im September, fällt viel Schnee im Dezember. Und ganz ähnlich: Wenn die Eicheln viele Früchte tragen, wird es ein langer Winter.


Wird das Obst sehr langsam reif, gibt’s im Winter statt Eis nur Reif.

Sitzen die Birnen fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel.

Wenn's im September donnert, gibt es viele Pflaumen im nächsten Jahr.


Oktober
Wenn Buchenfrüchte geraten wohl,
Nuß- und Eichbaum hängen voll,
so folgt ein harter Winter drauf
und fällt der Schnee mit großem Hauf.

Bleibt's Laub am Ast, viel Ungeziefer zu fürchten hast.

Halten Birk' und weid' ihr Wipfellaub lange, ist zeitiger Winter und gut Frühjahr im Gange.

November
Laubfall am Leodegar (2.November) kündet an ein fruchtbar Jahr.

Baumblüt' im November gar, noch nie ein gutes Zeichen war. Logisch, denn irgendwann danach kommt der Frost, und dann ist die Baumblüte hinüber. Aber: Wenn im November die Bäume blühn, wird sich der Winter lang hinausziehn. Das ist wohl eher ein frommer Wunsch des Landmanns und nicht die Realität. Genauso wenig gilt: Sitzt November fest im Laub, wird der Winter hart, das glaub'.

Ist im November die Buche im Saft, viel Nässe dann der Winter schafft.

An Allerheiligen sitzt der Winter auf den Zweigen.

Knospen an St.Barbara, sind zum Christfest Blüten da.



Dezember
Wenn's windig wird an Weihnachtsfeiertagen,
sollen die Bäume viel Obst noch tragen.
 


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