Bauernregel für Februar

Im Hornung Schee und Eis, macht den Sommer lang und heiß.

Sonnt sich der Dachs in der Lichtmesswoche, bleibt er 4 Wochen noch im Loche.

Alle Monate im ganzen Jahr verwünschen den schönen Februar.

Wie das Wetter an Aschermittwoch, so soll es die ganze Fastenzeit sein.

Im Februar zu viel Sonne am Baum, lässt dem Obst keinen Raum.

Felix und Petrus (21./22.) zeigen an, was wir 40 Tage für Wetter han

Wie es Petrus und Matthias (22./23.) macht, so bleibt es noch 40 Nacht.

Ist der Februar sehr warm, friert man Ostern bis in den Darm.

Der Feber muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen.

Spielen die Mücken im Februar, frier’n Schaf’ und Bien’ das ganze Jahr.


Ist der Februar trocken und kalt, kommt im März die Hitze bald.

Lässt der Februar Wasser fallen, so lässt’s der März gefrieren.

Heftiger Nordwind im Februar vermelden ein fruchtbar Jahr.

Wenn der Nordwind doch nicht will, so kommt er sicher im April.

Im Februar müssen die Stürme fackeln, dass dem Ochsen die Hörner wackeln.

Ist’s im Februar zu warm, friert man zu Ostern bis in den Darm.

Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind.

Kalter Februar gibt ein gutes Roggenjahr.

An Lichtmess (2.Februar)  fängt der Bauersmann neu mit des Jahres Arbeit an.

An Lichtmess Sonnenschein, der bringt noch viel Schnee herein; gibt es aber Regen und keinen Sonnenblick, ist der Winter fort und kehrt nicht mehr zurück.

Wenn’s zu Lichtmess stürmt und tobt, der Bauer sich das Wetter lobt; scheint jedoch die Sonne froh – dann Bauer, verwahr’ dein Stroh.

Es wird gewöhnlich sehr lang kalt, wenn der Nebel zu Lichtmess fallt.

Scheint an Lichtmess die Sonne, geraten die Bienen gut.

Um Lichtmess Lerchengesang, macht um den Lenz nicht bang.

Februar mit Sonnenschein und Vogelsang macht dem Bauern Angst und Bang.

Singt die Lerche jetzt schon hell, geht’s unserm Bauern an das Fell.

Sonnt sich der Dachs in der Lichtmess-Woche, geht er auf 4 Wochen wieder zu Loche.

Sankt Blasius (3.Februar) ist auf Trab und stößt dem Winter die Hörner ab.

Sankt Blas’ und Urban (25. Mai) ohne Regen folgt ein guter Erntesegen.

Am Fünften, am Agathentag (5.Februar), da rieselt das Wasser den Berg hinab.

Agathe, unsere Gottesbraut, die macht, dass Schnee und Eis wegtaut.

Den Tag der heiligen Agathe, der war oftmals reich an Schnee.

An St. Agathe Sonnenschein, bringt recht viel Korn und guten Wein.

Manchmal bringt die Dorothee (6.Februar) uns den allermeisten Schnee.

Nach dem Dorotheentag, kein Schnee mehr gerne kommen mag.

Bringt Dorothee recht viel Schnee, bringt der Sommer guten Klee.

Kommt die Jungfrau Apollonia (9.Februar), sind auch bald die Lerchen wieder da.

Ist’s an Apollonia feucht, der Winter oft sehr spät entfleucht.

Sankt Eulalia (12.Februar) Sonnenschein, bringt viel Obst und guten Wein.

Eulalia im Sonnenschein bringt viel Äpfel und Apfelwein.

Am Tage des St. Valentein (14.Februar), da friert das Rad samt Mühle ein.

Hat der Valentin viel Regenwasser, wird der Frühling noch viel nasser.

Ist’s am Valentin noch weiß, blüht zu Ostern schon das Reis.

Am Tag von Sankt Valentin, gehen Eis und Schnee dahin.

Hat’s zu Sankt Valentin gefroren, ist das Wetter lang verloren.

Friert's an Simeon (16. Feburar) ganz plötzlich, bleibt der Frost nicht lang gesetzlich.

Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage.
Der Simon (18.Februar) zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage.

Friert es um den Simon plötzlich, bleibt der Frost nicht lang „gesetzlich“.

Nach dem Simonstage soll uns der Frost nicht lange plage’.
Felix (21.Februar)  und Petrus (22.Februar) zeigen an, was wir vierzig Tag für Wetter ha’n.

St. Petri Stuhl (22.Februar) dem Frühling winkt;
den Sommer bringt uns St. Urban (25. Mai),
der Herbst fängt nach dem Barthel (24. August) an.
Die Nacht vor Petri Stuhlfeier weist an, was wir 40 Tage für Wetter haben.
Wenn’s friert auf Petri Stuhlfeier, friert’s noch vierzehnmal heuer.

Weht es sehr kalt um Petri Stuhl, denn bleibt’s noch 14 Tag kuhl.

Die Nacht zu Petri Stuhl zeigt an, was wir noch 40 Tag für Wetter han.

War’s in der Petersnacht sehr kalt, hat der Winter noch lange Gewalt.


Hat Petri Stuhlfeier noch viel Eis und viel Ost (= Wind), bringt der Februar noch starken Frost.
 

Wenn zu St. Petri die Bäche sind offen, wird später kein Eis mehr auf ihnen getroffen.
 
Schließt Petrus die Wärme auf und der Matthias (24. Februar) dann wieder zu, so friert das Kalb noch in der Kuh.
Der Matthias (24.Februar), ja der bricht das Eis, und hat er keins, so macht er eins.

Ist es an St. Matthias kalt, hat die Kälte noch lang Gewalt.

Wenn neues Eis Matthias bringt, so friert es noch 14 Tage; wenn noch so schön die Lerche singt – die Nacht bringt neue Plage.
Trat Matthias stürmisch ein, kann’s bis Ostern Winter sein.

Hat Mattheis seine Hacke  verloren, wird erst St. Joseph (19. März) das Eis durchbohren.

Die Sonne an Matthias, die wirft ’nen heißen Stein ins Eis.

Der Matthias hat uns lieb, er gibt dem Baum den ersten Trieb.

Nach dem Mattheis, da geht kein Fuchs mehr übers Eis.

Wenn der Matthias kommt herbei, legt das Huhn das erste Ei.

Bald nach dem Matthiastag, da springen die Frösche in den Bach.

Imker, am Matthiastag, deine Biene fliegen mag.

Wenn sich Sankt Walburgis (25.Februar)  zeigt, der Birkensaft nach oben steigt.

Walburgaschnee tut immer weh.

Sankt Burgel geht dem Winter an die Gurgel.
Alexander (26.Feburar) und Leander (27.Februar) riechen Märzenluft miteindander.

War der Romanus  (29.Feburar) hell und klar, bedeutet es ein gutes Jahr.

An Romanus (29.Februar) und Lupizinius (21. März) – unsere Sonne scheinen muss.
Am 30. Februar ganz gewiss, immer schönes Wetter ist.

Am 30. Februar hat Petrus frei, da ist ihm der Winter einerlei.

Viel Nebel im Februar bringt Regen für das ganze Jahr.

Wenns im Februar nicht schneit, kommt die Kält zur Osterszeit.

Sonnt sich im Februar die Katz, nimmt sie im März am Ofen Platz.

Mücken, die im Februar summen, werden lange Zeit verstummen.

Wenn es im Februar regnerisch ist, hilft das so viel wie bester Mist.

Wenn der Wind im Februar nicht kommen will, kommt er ganz sicher im April.

Februar mit Schnee uns Eis, macht den ganzen Sommer heiß.

Hüpfen Eichhörnlein und Finken, siehst du schon den Frühling winken.

Mücken die im Februar geigen, müssen dann im Märzen schweigen.

Nasser Februar bringt fruchtbar Jahr.

Zeigt sich der Februar nass und kalt, kommt im März die Hitz dann bald.

Nebel im Februar bringt Kälte für das ganze Jahr.

Lichtmess (2.2.) im Klee, Ostern im Schneee.

Wenn der Grünspecht schon im Februar schreit ist ein guter Lenz nicht weit.

Fällt Regen um Lichtmess nieder, kommt der Winter meist nicht wieder.

Wirds um Lichtmess kalt, wird der Winter meist nicht alt.

Kalter Valentin (14.2.) heißt früher Lenzbeginn.

Ist an Petri (22.2.) das Wetter schön, kann man bald Kohl und Erbsen säen.

Sankt Roman (28.2.) hell und klar bedeutet stets ein gutes Jahr.

Am 30. Februar ganz gewiss, immer schönes Wetter ist.